…damit wir besser verstehen!

Zu meiner Person

 

Ich bin kein Wissenschaftler oder Psychologe und auch kein Therapeut, höchstens mein eigener. Ich arbeite in der Exportabteilung eines internationalen Markenunternehmens. Das, was ich beruflich tue, hat nur wenig mit meiner Begeisterung für das Mannsein zu tun. Mein Wissen über das Mannsein schöpfe ich in erster Linie aus dem echten Leben. Sehe ich etwas, das für das Mannsein wichtig sein könnte, mir aber nicht klar erscheint, dann mache ich mich auf, um es zu verstehen. Ich recherchiere nach Feierabend oder am Wochenende, gern auch im Urlaub, wenn ich entspannt bin und meine Gedanken frei fließen können. Das mache ich schon seit 20 Jahren, da hat sich schon einiges an Wissen angehäuft. Anfänglich ging es mir hauptsächlich darum, meine eigene Krise zu bewältigen. Aber das ständige Suchen nach Antworten ließ mich nicht mehr los und wurde zu einer wahren Leidenschaft, auch als ich meine Krise schon lange hinter mir gelassen hatte. Kaum war ich mit einem Thema fertig und voller Zuversicht über meine neuen Erkenntnisse, schon ergab sich ein neues Thema, das meine Neugier entfachte. Das hat sich all die Jahre hindurch nie geändert. Auch heute noch entdecke ich Themen, für die es sich lohnt, viele Stunden, Tage und manchmal Wochen oder Monate an Zeit zu investieren (danke an meine Frau für ihre Geduld), weil ich sie als wichtig für das Mannsein erachte. So wurde ich im Laufe der Jahre zu einem Kenner meines eigenen Mannseins. Meine Ansichten zum Mannsein habe ich im Jahre 2020 in dem Buch “…denn MAN(N) kann MEHR!” veröffentlicht, weil ich glaube, dass andere von meinen Erkenntnissen profitieren werden.

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Meine 20-jährige Suche nach dem Mannsein

Angefangen habe ich mit ganz kleinen Schritten. Ich beobachtete mich einfach nur. Fühlte ich mich in einer Situation unwohl, dann griff ich zu Bleistift und Papier und machte eine Notiz. Später, als ich allein war und Ruhe hatte, spielte ich die Situation noch einmal im Kopf durch, und auch das schrieb ich auf. Dabei achtete ich besonders auf die Schwachstellen in meinem Verhalten. Das war anfänglich nicht einfach, aber im Laufe der Zeit wurde ich immer besser darin. Ich sammelte viele Erkenntnisse über mich und meine Schwächen, natürlich auch über meine Stärken, denn beide machen uns als Mann aus. Irgendwann erkannte ich gleichbleibende Muster und hinterfragte die mögliche Ursache. Das war nicht einfach und hat einiges an Schweiß und Blut gekostet, das gebe ich gern zu. Manches Thema beschäftigte mich monatelang. Nachdem ich die Ursache erkannt hatte, suchte ich nach passenden Lösungen. Wie könnte ich diese Schwäche in eine Stärke umwandeln, fragte ich mich. Meistens schrieb ich eine Vielzahl von Lösungsansätzen auf, um anschließend festzulegen, was ich tun würde. Die Lösungen kamen sowohl aus der Praxis als auch aus der Theorie. Hier sind zwei Beispiele dafür.

Gewünschte Stärke: Entspannung und Gelassenheit

Ich stellte fest, dass ich innerlich sehr angespannt und ungeduldig war. Das definierte ich für mich als eine Schwäche und begann Informationen darüber zu sammeln. Bücher, Videos, Vorträge und viele Gespräche folgten. Die Themen waren vielfältig – autogenes Training, asiatische Heilkunst und Medizin, buddhistische Weisheiten sowie diverse Entspannungsübungen. Ich besuchte Kurse in Tai-Chi, Qi Gong und Yoga. Am Wochenende war es Reiki, ich wurde sogar Reiki-Meister. Mehrjährige Atem- und Entspannungskurse folgten. Jahrelang beschäftigte mich das Thema und half mir, schrittweise, eine neue Perspektive für mein Mannsein zu entwickeln. Viele Erkenntnisse und Übungen sind ein Teil von mir geworden, den ich ganz natürlich ausführe, so wie das tägliche Zähneputzen. Meine morgendlichen Atem-, Dehn- und Entspannungsübungen, die ich ab 05:30 Uhr durchführe, gehören dazu, ebenso wie die Entschleunigungs-Wochenenden mit meiner Frau, die wir mehrmals jährlich durchführen.

Gewünschte Stärke: Führung und Haltung

An einem Samstagnachmittag im Herbst stand ich vor der Tanzfläche in einer der örtlichen Tanzschulen. Auf der Suche nach einer erfahrenen Tanzpartnerin, denn ich wollte Standardtanz lernen. Ich war mir sicher, dass das Tanzen, insbesondere der Standardtanz, mir dabei helfen würde, meine Haltung zu meinem eigenen Mannsein zu verbessern. Standardtanz erfordert Führung, vor allem vom Mann! Körper und Geist spielen eine wichtige Rolle dabei. Ich hatte mangelnde Führung und Haltung zu meinem eigenen Mannsein als eine meiner Schwächen identifiziert und wollte hieran arbeiten, indem ich tanze! Führung und Haltung, nicht nur körperlich, sind beim Standardtanz sehr wichtig. Sie zu verbessern, stellt eine Herausforderung für jeden Mann dar, der unsicher ist, so wie es war. Die Resultate waren überwältigend, und obendrein entdeckte ich meine Leidenschaft für das Tanzen. Die Tanzschule verließ ich nach zwei Jahren, nachdem ich mehrere fortgeschrittenen Kurse besucht hatte – und führen konnte!

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Lernen, lernen und nochmals lernen!

Wer Meister im Beruf werden will, der muss lernen, lernen und nochmals lernen. Das gilt auch für unser Mannsein! Während der letzten 20 Jahre studierte ich hunderte von Fach- und Sachbüchern und las tausende von Artikeln. Ich schaute mir unzählige Filme und Videoclips an, besuchte Workshops, Seminare und ging zu Kongressen. Meistens hatte das jeweilige Thema eine Relevanz für das Mannsein, wobei ich das sehr weit fasste, um ja nichts zu übersehen. Nach und nach setzte sich das Puzzle „Mannsein“ zusammen. In mir wuchs eine neue Haltung zu meinem eigenen Mannsein heran, was mir dabei half, aus meiner damaligen Sackgasse zu entkommen. Es machte mir deutlich, dass ich für mein Lebensglück ganz allein verantwortlich bin. Indem mir meine typischen männlichen Eigenschaften bewusst wurden und ich sie wertzuschätzen wusste, begriff ich, dass das, was ich als Mann von Natur aus mitbekommen hatte, ein wahrer Schatz ist. Ich muss nur lernen, damit richtig umzugehen.

…denn MAN(N) kann MEHR!

Heute, nach den vielen Jahren des Suchens, glaube ich „Licht am Ende meines Tunnels“ zu sehen. Das „Rätsel Mann“ ist gelöst, jedenfalls für mich. Ich begreife mein Sein als Mann anders als vor zwanzig Jahren, und dieses Wissen hat mein Leben zum Positiven verändert. Davon erzähle ich in meinem Buch “… denn MAN(N) kann MEHR!“. Mein Erstlingswerk übrigens! Viel Spaß beim Lesen!

Mach das Beste aus dir,
denn das ist alles, was du hast

RALPH W. EMERSON